"o.k." ist einer dieser Filme, wo die Begleitumstände eigentlich interessanter sind, als der Film selber.
Als Michael Verhoevens Filmnachstellung der realen Ereignisse um die brutale Vergewaltigung und Ermordung eines vietnamesischen Mädchens (gerade 16: Eva Mattes) durch amerikanische Soldaten nach einem Protest des Jury-Präsidenten George Stevens zum Abbruch der Berlinale 1970 führte, ging der Film in die Geschichtsschreibung als "Skandalfilm" ein.
Inszeniert nach den Brecht'schen V-Effekt spielt das Ganze aber im Bayerischen Wald, und die Darsteller sprechen alle Bayerisch (ich war froh für die hochdeutschen Untertitel auf der DVD).
Damals, als die Fronten arg verhärtet waren, muss "o.k." auf ein sehr gespaltenes Publikum gestoßen sein.
Und obwohl mitunter wirksam, kann der Film doch nicht ganz seinen agitatorisch-didaktischen Habitus abschütteln.
Interessant an…