Wahrheiten und Peinlichkeiten

Die erste Peinlichkeit, an die ich mich erinnern kann, war mit fünf Jahren. Ich bin beim "Reise nach Jerusalem"‐Spiel nur Zweiter geworden, wonach ich begonnen habe, fürchterlich zu weinen. Es war ein frühes Symptom des Erwartungsdrucks in der Familie, in der ich aufwuchs. Zuneigung nur gegen Erfolg. Sonst nicht. Nach der Heulaktion war ich für … Weiterlesen Wahrheiten und Peinlichkeiten

Kurze Durchsage der Jugend (12)

Ja. Super gemeint. Immer gegen die da oben. Die Reichen. Feisten. Fetten. Teile ich voll. Gehe ich vehement mit. Wenn das aber wieder jemand mit Berliner Abitur, also quasi jemand auf dem Bildungsniveau einer bayerischen Vorschule, taggt und sich nebst Anliegen mit seiner Hinterlassenschaft im öffentlichen Raum hart blamiert, dann isses halt ... megakacke. Klaro. … Weiterlesen Kurze Durchsage der Jugend (12)

Splitterbrötchen (MLXIII)

Der Tod ist und bleibt ein dummes Arschloch. Chris Kurbjuhn ist gestorben. Verleger. Theatermann. Blogger. Väterlicher Freund. Er riet mir 2012, mit bloggen anzufangen, als ein Bewertungsportal namens Qype, auf dem wir uns Restaurants rezensierend gegenseitig kommentierten, mir immer wieder wegen der Beschwerden die Beiträge verstümmelte. Er hat mich nicht nur einmal auf seinem erfolgreichen, … Weiterlesen Splitterbrötchen (MLXIII)

Die Socializinghölle

Das Schlimme an der Arbeit ist nicht mal die Arbeit. Es sind die Menschen dort. Ihre performative Nähe. Das offensive Abschaffen jeder Distanz. Willkommen in der Socializinghölle des Borgwürfels. Seit die Gen Z massiv in den Borgwürfel eintritt und ihn Neueinstellung für Neueinstellung nach den eigenen kruden Vorstellungen umgestaltet, tun sie alle noch mehr so, … Weiterlesen Die Socializinghölle

Linkschleuderei vom 18. März 2026

Ich bin aus moralischen Gründen Atheist. Ich bin der Meinung, dass man einen Schöpfer nach seinem Werk beurteilen muss und die Welt erscheint mir als eine solch peinliche Fehlkonstruktion, dass ich es vorziehe, nicht zu glauben, dass irgendjemand so etwas absichtlich erschaffen hat. Stanisław Lem (via Verschwörer) Salaam. Was gibt es Neues? Springtime sadness. Denn … Weiterlesen Linkschleuderei vom 18. März 2026

Ich sehe Gesichter (34)

Ja irre, da ist der S-Bahnhof Greifswalder seit zwei Jahrzehnten mein Umsteigebahnhof zur M4 und ich habe vorher noch nie dieses vor Entsetzen geweitete Gesicht gesehen. Was muss der arme Kerl hier alles schon kommen und gehen gesehen haben in seinem langen Leben seit dem Kaiserreich - Kotzer, Ficker, Drücker, Pisser, Kacker, Hindenburg, Schönbohm, Lauterbach, … Weiterlesen Ich sehe Gesichter (34)