Aachener Untergrund Kultur

11. August 2013

Aachener Untergrund am 27.7.2013

Filed under: Aachener Untergrund, Kunst & so, Politik — Dieter Antonio Schinzel @ 10:04 pm

Der 27. Juli erwies sich als guter Tag für Untergrundkultur-Tourismus in Aachen. Eingedenk der Anti-PRISM-Aktionen und des späteren Super 8-Programms waren wir diesmal ohne Digitalkamera, sondern klassisch mit Kleinbildfilm unterwegs:

#StopWatchingUs: Anonymous im Anmarsch

Demonstration #StopWatchingUs für Edward Snowden und Bradley Manning: Wir schlossen uns spontan an.

#StopWatchingUs: Anonymous auf dem Marktplatz II

Nach drei Jahrzehnten wieder subkulturelles Äußeres auf dem Marktplatz.

Im Ludwig Forum: Don van Vliet (alias Captain Beefheart) in "Die anderen Amerikaner"

Derweil im Ludwig Forum: Don van Vliet (alias Captain Beefheart) in Die anderen Amerikaner. In der Ausstellung waren auch Frühwerke von Laurie Anderson und Christopher Knowles zu sehen.

Au Hurgebiet

Au Hurgebiet in der Raststätte: Warten, dass es losgeht.

Au Hurgebiet: Trinkpause am früheren Abend

Trinkpause.

Au Hurgebiet: Trinkpause am späteren Abend I

Spätere Trinkpause

Au Hurgebiet: Trinkpause am späteren Abend II

Ditto.

Au Hurgebiet: Trinkpause am späteren Abend III

Ditto.

24. Juli 2013

Au Hurgebiet 2 – „Indianer werden“ Super8 Streifen

Filed under: Film in Aachen — karl pach @ 5:48 am

oranien

Rechtzeitig zum anstehenden Au Hurgebiet 2 Filmabend wurde der Film „Indianer werden“ fertig gestellt. Der Film wurde kürzlich exclusiv für den Filmabend gedreht! Der Filmemacher wird am 27.7. anwesend sein und der Premiere seines Werks beiwohnen.

10. Juli 2013

Achtung! Au Hurgebiet II am 27. Juli!

Filed under: Aachen bizarr, Aachen in den 80ern, Film in Aachen — Bübbes Kehr @ 12:01 am

2013-07-27_live-audiokommentarXXXI

Wir hatten ja bereits angekündigt, nach der reichlich beliebten ersten Ausgabe des Live-Audiokommentar-Aachen-Specials eine Fortsetzung hinterherzuschieben, und nun ist es soweit! Am Samstag, dem 27.7. erstrahlen in der Raststätte ab 21 Uhr erneut bizarre filmische Exponate mit Bezug zur Kaiserstadt aus allerlei Jahrzehnten! Die Auswahl ist diesmal noch etwas bizarrer als beim letzten Mal – sollte ein Zuschauer während der Vorführung seinen Verstand verlieren, sind wir gerne dabei behilflich, ihn wiederzufinden. Wir übernehmen jedoch keine Garantie.

8. Juli 2013

Aachen-Tourismus 2013

Filed under: Aachen bizarr — Dieter Antonio Schinzel @ 8:41 am

Ein gutes Jahr nach seinem letzten Reisebericht kam Dieter Antonio wieder nach Aachen und lief durch die Straßen der Stadt.

Adalbertstraße

Willkommen.

Seilgraben

Aachen ist schon wieder unterwandert (diesmal am Seilgraben).

haarvital

Haar Vital

Taxiruf 66666

Aachener Untergrund.

Forum Vision Instandhaltung

Visionsinstanthaltung.

Geschlossene Gesellschaft

Quod Notamus Lex Est

(Kafkas Advokat und Judge Dredd sagen:) Was wir feststellen, ist Gesetz.

Alk Aachen

Nikolauskirche

Nikolauskirche I

Nikolauskirche

Nikolauskirche II

Babylon-Imbiss

Babylon II

Imbiss Knackbuttje

Babylon III

Musikhaus Hogrebe

John Cage widerspricht.

Schlemmer Hof

Asia Fusion Aachen

Leerstand

Konzeptkunst I

Leerstand

Konzeptkunst II

Leerstand

Konzeptkunst III

Leerstand

Konzeptkunst IV

Löhergraben

Straßenkunst I

Löhergraben

Straßenkunst II

Restaurant Karibik - Restaurant Athen

Bitburger Karibik.

wellen dental

Konkrete Poesie I

Zungen Spaltung

Konkrete Poesie II

Private - Anabolic - Diabolic

Konkrete Poesie III

A.S.S.

Konkrete Poesie IV

Schaufensterdekoration

Jeff Koons heimlich am Werk.

19. April 2013

Adalbertstraße 1973

Filed under: Aachen in den 70ern — karl pach @ 7:30 am

Tolle Fotos von unserer Einkaufsmeile, geschossen 1973 von einer aachener Fotografin.

In Anbetracht des bevorstehenden Abrisses großer Teile der Straße passt das Thema in den Untergrund Blog.

Vor Schuhäusern Tack und Fister (englischer Name?):

A1

Vorm Tschibo:

A2

Da bin ich nicht sicher, kann das rechts neben der BIBA Boutique in Laufrichtung Blondelstraße sein?:

A3

Schweinefleisch auf dem Rückzug Pt.1

Filed under: Aachen Gastro — karl pach @ 6:51 am

Nicht das ich irgendwas mit dem Laden zu schaffen hätte, noch den kulinarischen Erlebnissen sonderlich nachhänge. Das Restaurant Pallas schloss neulich seine Tür und damit ging der vorletzte (?) aachener Vertreter eines gastronomischen Anachronismus. Eine erstaunliche Parallele zum Knossos, als wohl letztem Vertreter, ist das sich das Klo ebenfalls direkt neben der Küche befindet…

Über den segensreichen Einfluss griechischer Gastronomen soll hier nicht geschrieben werden, aber ein Seufzen über das, was jahrzehntelang Rettungsanker diverser Zechtouren war, ist angebracht. Im hilfreichen Büchlein „treff tips Aachen“ der Ausgabe von 1978 (wer sich aus dem Buch bedient sollte das auch, in seinem Artikel, kennzeichnen.) findet sich folgender Artikel. Allerdings kann ich das Pallas, beim oberen Bild, nicht wirklich erkennen. War das der alte, hintenliegende Raum, vor dem Umbau?

p9

Topact der Speisekarte war unten abgebildete Pizza Gyros Zaziki.

pizza

Angesichts des aktuellen Zustands unserer sog. Studentenmeile ist ein Rückblick auf den Laden angesagt. Neben den Ballermannrestaurationen, Gammeldönerhallen, moderner Systemgastronomie und sonstigem Mist, wartete das Pallas mit heimeliger Atmosphäre und tats. freundlicher Bedienung auf. Die Liste klassischer Schweinefleisch Verteiler wird immer kleiner…

Als Inspirationshilfe die ORIGINAL Speisekarte hier zum Download:

p1_kl

25. Februar 2013

Gotteslästerung

Filed under: Aachen bizarr, Aachen in den 80ern, Politik — karl pach @ 8:19 am

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Wir schreiben das Jahr 1987, nicht 1587. Der geschilderte Vorfall hätte im Iran keine Schlagzeile produziert, das jedoch in Deutschland wegen Gotteslästerung prozessiert wird, zog das Interesse der überrregionalen Öffentlichkeit auf sich.

Es geschah während des, in Aachen stattfindenden, Katholikentages. Eine kleine Gruppe aufgeklärter junger Leute zog in karnevalistischer Manier in Richtung der Feierlichkeiten im Bereich Markt. Mitgeführte Plakate mit kritischen Anmerkungen, sowie aniklerikale Devotionalien, erregten, wohl erwartungsgemäß, die Gemüter der versammelten Gläubigen. Nach einem kleinen Rundgang um die weihevolle Kundgebung, kehrte die Gruppe im Domkeller zum Feiern der lustigen Aktion ein. Ein Großaufgebot grün Uniformierter wollte die Fröhlichkeit, durch Verhaftung der jungen Leute beendigen. Die diktaturgewöhnten griechischen Domkeller-Mitarbeiter verhinderten das zunächst couragiert, mit Verweis auf Privatgrund. Die Staatsmacht kesselte die Sünder später am Bahkauv ein und verbrachte diese in Gewahrsam. Ein Festnahmegrund fiel den Beamten nicht ein, wurde den Festgenommenen auch nicht genannt. Die findige Aachener Staatsanwaltschaft konstruierte später dann den Vorwurf der Gotteslästerung. Ein Vorwurf dessen Verfassungskonformität nicht dargelegt werden konnte. Das endete für die Angeklagten in einem Verfahren, in welchem ihnen Geldstrafen, alternativ Knast aufgebrummt wurde.

Die gescannten Ausschnitte der Lokalzeitung sind leider etwas mitgenommen.

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Die Aachener Obrigkeit weigert sich übrigens, bis heute, die Hexenurteile früherer Jahre aufzuheben und die verbrannten Frauen zu rehabilitiern.

24. Februar 2013

Frank Papst Buchholz

…auch bekannt als Papst Piss, Papst Pest und Frank Castro: von Urin über 10-Neger– und Au Hur-Tapes und Bierfront bis zu Punkrock-Karaoke und aktionskünstlerischem DJing ist er der wohl älteste noch aktive Protagonist der Aachener 80er-Untergrundkultur, neben Theo „Trickbeat“ Rick. In diesem Interview fürs Aachener Hochschulradio gibt er eine praktische Schnellübersicht seiner früheren und heutigen Aktivitäten:

(Da in dem Interview auch das künstlerische Elternhaus angesprochen wird: Vater Franz Buchholz, von dem unter anderem die Klangskulptur vor der Aachener Barockfabrik stammt, war laut diesem Lokalzeitungsartikel Miterfinder der Kunstkopf-Stereophonie an der RWTH Aachen. Dem widerspricht allerdings Wikipedia mit der Auskunft, dass der erste Kunstkopf schon 1933 gebaut wurde.)

22. Februar 2013

The Swamptones – Bildmaterial

Filed under: Aachen in den 80ern, Aachener Bands, Aachener Umland, Konzerte in Aachen — Bübbes Kehr @ 5:35 pm

Ergänzend zu diesem Post wurde uns freundlicherweise Bildmaterial zur Band zugespielt. Anbei das Poster ihres wohl besten Konzerts im Übach-Palenberger Keller sowie die Eintrittskarte zum Support-Gig bei Frenzy in der ebenfalls Übach-Palenberger Rockfabrik. Dank an Brian C. Taylor und Sir Glintfort für das Material!

swamptones

swamptones_eintritt

20. Februar 2013

Aachener Untergrund Kultur = Subkultur Westberlin

Filed under: Aachen in den 80ern, Aachen-international, Aachener Untergrund, Aktionskunst, Fanzine, Kunst & so, Trickbeat — Dieter Antonio Schinzel @ 9:28 pm

Seit Anfang dieses Jahres sorgt Wolfgang Müllers 579seitiges Erinnerungsbuch Subkultur Westberlin 1979-1989 für Rauschen im Blätterwald. (Wer Müller nicht kennt, obwohl er oder sie diesen Blog liest: genialer Tödliche Doris-Dilletant, seit den 90ern in Dieter Roths Island-Fußstapfen wandelnd). Auf den Seiten 109 sowie 388-392 wird das gemeinsame Gastspiel der Tödlichen Doris mit den Aachener 80er Jahre-Untergrundkulturexporten Bierfront und Trickbeat auf der Documenta 1987 in Kassel gefeiert. Wir zitieren S. 389:

Eine Sponsoring-Zusage [für den documenta-Auftritt der Tödlichen Doris, Anm.] gibt es lediglich vom Aachener Punk-Fanzine Bierfront und vom Westberliner Lokal Kumpelnest 3000. […] Im documenta-8-Katalog finden sie sich nun gleichberechtigt zwischen den Namen internationaler Großkonzerne, riesiger Unternehmen und Banken: „Bierfront und Kumpelnest 3000“. Das Aachener Punk-Fanzine stiftet achtzig Dosen Bier, während das Ex-Bordell Kumpelnest 3000 einen Betriebsausflug für seine Angestellten nach Kassel finanziert. 

S. 393:

In der Diskothek New York entsteht während der zehn Tage dauernden Performancereihe die documenta-8-Bierfront. Statt der Punkcharts ist sie mit einer Kunsthitliste versehen. Sie enthält die zehn besten Kunstwerke der documenta 8. Punk und Kunst begegnen sich erstmals – auf Augenhöhe. Die auf hundert Exemplare limitierte Sonderausgabe des Punk-Fanzines ist heute ein begehrtes Sammlerstück, sowohl in Punk- als auch in Kunstkreisen.

S. 109:

Ein gecharterter Reisebus, gefüllt mit documenta-8-Besuchern, die um Punkt 21 Uhr in der Diskothek New York abgeholten worden sind, fährt um die Unsehenswürdigkeiten von Kassel herum. Der vom Fanzine bestellte Reiseleiter ist Theo Rick von der Aachener Band Trickbeat. Seine Infos über die Unattraktionen der Stadt gibt er durch ein übersteuertes Megafon bekannt. Plötzlich stoppt der Bus. Rüde werden die Passagiere aufgefordert, sich jeweils eine Bierdose von der Pyramide zu nehmen und zu öffnen. Zwei der hundert äußerlich identischen Dosen enthalten jedoch Fanta statt Bier. Wer diese erwischt, dem überreicht Theo Rick eine Schallplatte mit Musik.

S. 106:

Image

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